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#82 – BOHR EFFEKT: Erklärung & Effekte

Atempause Podcast Cover mit Timo Niessner
In der dieser Episode erfährst du was es mit dem Bohr Effekt auf sich hat und welche Effekte man damit gezielt über die Atmung erreichen kann.
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Bohr Effekt: Erklärung & Effekte

Den BOHR-EFFEKT zu verstehen ist eine Grundvoraussetzung um Breathwork zu unterrichten. Daher erkläre ich dir in dieser Folge was es mit dem Bohr-Effekt auf sich hat und welche Effekte wir damit gezielt über die Atmung erreichen können. Jeder RB® Breathwork Coach bekommt dieses Wissen von Anfang an vermittelt und lernt es direkt einzusetzen.


In dieser Folge kläre ich dafür die folgenden Punkte:

  • Erklärung & Definition des Bohr-Effekts
  • Verständnis was hinter Hyper- und Hypoventilation steckt
  • Was es mit dem körperlichen Kribbeln auf sich hat
  • Luft anhalte Phasen und ihre Vorteile für die O2-Aufnahme
  • Wichtigkeit von CO2-Toleranz-Training

Was ist der Bohreffekt?

Der Bohreffekt beschreibt die Abhängigkeit zwischen der Sauerstoffbindungsfähigkeit von Hämoglobin und dem Säuregehalt der Umgebung. Klingt kompliziert? Keine Sorge, ich werde es vereinfachen. Kurz gesagt, der Bohreffekt regelt, wie unser Körper Sauerstoff freisetzt, abhängig vom Kohlendioxidgehalt in unserem Blut. Wenn der pH-Wert sinkt und der CO2-Gehalt steigt, nimmt die Sauerstoffbindung ab und die Sauerstofffreisetzung wird erhöht. 

In einfachen Worten: Wenn wir atmen, beeinflusst die Menge an Kohlendioxid in unserem Blut, wie leicht Sauerstoff von unserem Blut zu den Zellen transportiert wird. Ein höherer CO2-Gehalt im Blut führt zu einer verbesserten Sauerstoffabgabe an das Gewebe, während ein niedriger CO2-Gehalt die Sauerstoffabgabe erschwert.

Der Bohr-Effekt ist ein wichtiger Mechanismus für die Sauerstoffversorgung des Körpers und spielt eine Schlüsselrolle in verschiedenen physiologischen Prozessen, einschließlich des Sauerstofftransports in den Geweben während körperlicher Aktivität und der Regulation der Atmung.

Verständnis von Hyperventilation und Hypoventilation

Um den Bohreffekt besser zu verstehen, betrachten wir zwei extreme Atmungsmuster: Hyperventilation und Hypoventilation. Hyperventilation tritt auf, wenn wir schnell und tief atmen, während Hypoventilation eine Verlangsamung oder flachere Atmung bedeutet. Während Hyperventilation das CO2-Level senkt und den pH-Wert steigen lässt, was wiederum den Bohreffekt aktiviert und die Sauerstoffabgabe erhöht, führt Hypoventilation zu einem Anstieg des CO2-Gehalts. 

CO2-Toleranz und ihre Bedeutung

Die CO2-Toleranz ist ein wichtiger Aspekt des Bohreffekts, den viele Menschen vernachlässigen. Sie beschreibt die Fähigkeit unseres Körpers, ein höheres CO2-Level zu tolerieren, was zu einer besseren Sauerstoffaufnahme führt. Durch gezieltes Training, wie das Halten des Atems oder das Reduzieren der Atemfrequenz, können wir unsere CO2-Toleranz erhöhen und unsere körperliche Leistungsfähigkeit verbessern.

Anwendung im Training und Alltag

Der Bohreffekt hat auch große Auswirkungen auf unsere sportliche Leistungsfähigkeit und unser allgemeines Wohlbefinden. Durch das Verständnis dieses Effekts können wir effektivere Atemtechniken entwickeln, um unsere Atmung zu optimieren und unsere körperliche und geistige Gesundheit zu fördern.

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