#141 – 7 Tage Fasten zur inneren Erkenntnis – Selbsterfahrung

Atempause Podcast Cover mit Timo Niessner
In dieser Episode erhältst du meinen Erfahrungsbericht von 7 Tagen Fasten.
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7 Tage Fasten zur inneren Erkenntnis

EIN SELBSTERFAHRUNGSBERICHT – MEIN ERFAHRUNGSBERICHT ZWISCHEN STILLE UND STURM

Herzlich willkommen zu einem ganz persönlichen Einblick in meine letzte Woche. Ich habe mich für sieben Tage in die Hände von Dr. Rüdiger Dahlke begeben, um eine Heilfastenkur der besonderen Art zu erleben. Es war keine gewöhnliche Auszeit, sondern eine intensive Reise zu mir selbst – kombiniert mit meinen täglichen Sessions im Restorative Breathing. In diesem Artikel nehme ich dich mit durch meine Tagebuch-Aufzeichnungen, von den ersten Widerständen bis hin zum fulminanten Energievulkan.

DER START: 24 STUNDEN OHNE NAHRUNG UND DIE KRAFT DER GRUPPE

Der erste Tag verlief erstaunlich simpel. Wer mich kennt, weiß, dass ich ein absoluter Genießer bin und Essen liebe. Doch der Drang nach fester Nahrung blieb aus. Stattdessen gab es reichlich Wasser und Tee. Was mich am meisten faszinierte, war die heterogene Gruppe vor Ort. Als einer der jüngsten Teilnehmer tauchte ich ein in ein Programm aus Vorträgen und Meditationen.

Besonders spannend war die Wasserverkostung. Hast du schon einmal sieben verschiedene Quellwasser probiert? Es ist erstaunlich, wie sich die Wahrnehmung schärft, wenn das System nicht mit Verdauung beschäftigt ist. Der Kontrast zwischen dem gewohnten Leitungswasser der Stadt und dem lebendigen Wasser vor Ort war durch mein geschärftes Bewusstsein deutlich spürbar.

 

TAG 2 UND 3: KONTROVERSEN, STILLE UND DIE APRIKOSE IN DER HOSE

An Tag 2 und 3 begannen die inneren Prozesse zu arbeiten. Dr. Rüdiger Dahlke ist bekannt für seine direkten, oft provokanten Aussagen zur Schulmedizin und veganen Lebensweise. Während ich nicht jedem Punkt blind zustimme, nutzte ich diese Impulse als Reibungsfläche für meine eigene Selbsterfahrung.

Ein zentrales Thema war die Stille. Es ist faszinierend zu beobachten, wie schwer es vielen Menschen fällt, einfach mal den Mund zu halten – selbst bei einer achtsamen Wasserprobe. In mir regte sich ein Widerstand gegen diese unnötigen Nichtigkeiten im Außen. Ich wollte den Raum für mich, um zu genießen und zu explorieren.

Körperlich wurde es ebenfalls interessant:

  • Eisbaden: Trotz meiner Vorliebe für warme Duschen war das Eintauchen in den 10-12 Grad kalten Badeteich eine Offenbarung für meine Wahrnehmung.

  • Darmreinigung: Ich testete die “taiwanische Aprikose” (chinesische Pflaume) zur sanften Abführung. Es dauerte zwar, aber die fermentierte Frucht entfaltete schließlich ihre Wirkung.

  • Ketose: Mein Körper stellte auf die Fettverbrennung um. Trotz einer extrem dünnen “Placebo-Suppe” am Abend fühlte ich mich zunehmend klarer.

TAG 4: KOMPROMISSLOSIGKEIT ALS ZEICHEN DER SELBSTFÜRSORGE

An Tag 4 änderte sich meine Energie. Aus einer leichten Aggression vom Vortag wurde eine gesunde Kompromisslosigkeit. Ich merkte, dass ich oft dazu neige, es allen recht zu machen. Doch hier, in diesem geschützten Rahmen, entschied ich mich dazu, meine Grenzen klar zu kommunizieren.

Diese Zeit war Luxuszeit. Dank der Unterstützung meiner Frau zu Hause konnte ich voll und ganz in die Rolle des Schülers schlüpfen. Interessanterweise verbesserte sich durch das Fasten und die Kälteanwendungen auch eine Entzündung in meiner Schulter massiv. Die Kombination aus Fasten, Osteopathie und meiner eigenen Routine im Restorative Breathing führte zu einer spürbaren körperlichen Freiheit.

 

TAG 5 UND 6: DER ENERGIEVULKAN UND DAS VERBUNDENE ATMEN

Tag 5 war fulminant. Die Ketose lief auf Hochtouren und schenkte mir eine Energie, die ich so kaum kannte. Beim gemeinsamen Trommeln brach ein wahrer Energievulkan aus mir heraus. Während andere wie “Salzstatuen” verharrten, kehrte ich mein Innerstes nach außen. Es war eine Destillation meines Ichs.

An Tag 6 stand das Verbundene Atmen nach Dahlke auf dem Plan. Die Technik ist simpel: tief durch die Nase einatmen und die Luft passiv aus dem Mund fallen lassen.

“Für mich war diese spezifische Anleitung etwas zu restriktiv. Ich bevorzuge es, wenn die Atmung nicht kontrolliert, sondern gefördert wird und sich über die Emotionen verändern darf.”

Trotz meiner kritischen Sicht als Experte für Restorative Breathing war es eine wertvolle Erfahrung, zu sehen, wie andere Teilnehmer durch diese hochfrequente Atmung emotionale Durchbrüche erlebten. Es zeigt einmal mehr: Die Atmung ist das mächtigste Werkzeug, um den präfrontalen Kortex auszuschalten und direkt mit dem Unterbewusstseinzu arbeiten.

 

FAZIT: DIE ESSENZ DER PERSÖNLICHKEIT FREILEGEN

Am Abreisetag, morgens um 05:00 Uhr, blicke ich auf eine Woche zurück, in der ich wie bei einer Zwiebel Schale um Schale abgelegt habe. Was bleibt übrig, wenn das Essen als soziale Komponente und Zeitvertreib wegfällt? Es bleibt viel Raum für Kreativität und echte Begegnung mit sich selbst.

MEINE WICHTIGSTEN ERKENNTNISSE:

  • Widerstände nutzen: Sie sind die Wegweiser für persönliches Wachstum.

  • Grenzen wahren: Klare Ansagen fallen leichter, wenn das System gereinigt ist.

  • Atmung als Anker: Meine tägliche Restorative Breathing Routine hat mich sicher durch die emotionalen Wellen getragen.

  • Körpergefühl: Ich fühle mich physisch um Jahre verjüngt und emotional befreit.

Diese 7 Tage waren auch ein wichtiger Schritt, um die emotionalen Erlebnisse rund um die Geburt meines zweiten Sohnes auf einer tieferen Ebene zu verarbeiten. Fasten ist eben weit mehr als nur der Verzicht auf Kalorien – es ist eine Reinigung auf allen Ebenen.

 

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