Die 5 Grundprinzipien, um Räume sicher zu halten
EMOTIONAL, KÖRPERLICH, PERSÖNLICH
Hast du dich schon einmal gefragt, was eine wirklich gute Breathwork-Session von einer durchschnittlichen unterscheidet? Vielleicht bist du selbst bereits Coach oder stehst kurz davor, deine ersten eigenen Räume zu öffnen. Oft sind es die feinen Nuancen in der Vorbereitung und Haltung, die darüber entscheiden, ob sich deine Teilnehmer wirklich fallen lassen können.
In der neuesten Folge unseres Podcasts „Atempause“ teilt Timo die fünf essenziellen Grundprinzipien von Restorative Breathing, um Räume sicher zu halten – egal, ob es um sanfte Techniken oder hochfrequente Sessions wie Electric Motion geht.
1. SELBSTERFAHRUNG IST BASIC
Das erste und wichtigste Prinzip klingt simpel, ist aber das Fundament von allem: Selbsterfahrung ist King. Du kannst niemanden tiefer führen, als du selbst gegangen bist. Um einen Raum halten zu können, musst du wissen, wie es sich anfühlt, auf der Matte zu liegen und durch intensive Prozesse zu gehen.
Eigene Themen klären: Je mehr du dich mit deinen eigenen Schatten, Kindheitsthemen oder Geburtsmatrizen auseinandergesetzt hast, desto weniger können dich die Prozesse deiner Teilnehmer triggern.
Innere Sicherheit ausstrahlen: Wenn du weißt, was im Atem passieren kann, strahlst du eine natürliche Ruhe aus. Diese Präsenz überträgt sich direkt auf die Gruppe.
Lebenslanges Lernen: Selbsterfahrung ist kein Ziel, sondern ein Weg. Auch nach Jahren der Praxis kommen neue Facetten zum Vorschein. „Practice what you preach“ ist hier das Motto.
2. SESSIONS PROFESSIONELL VORBEREITEN
Eine gute Session basiert auf einer soliden Struktur. Das gibt nicht nur deinen Teilnehmern Sicherheit, sondern vor allem dir selbst.
INHALT UND BACKUP
Wisse genau, welche Techniken du anwendest. Ist es eine niedrigfrequente Session oder eine hochintensive Reise? Habe immer ein „Backup“ im Kopf – zum Beispiel ein bis zwei zusätzliche Übungen, falls die Gruppendynamik eine Variation erfordert.
TIMING UND LOCATION
Räume halten bedeutet auch, den physischen Rahmen zu kontrollieren. Achte darauf, dass du nicht gestört wirst. Es gibt nichts Unangenehmeres, als wenn während einer tiefen Entspannungsphase die nächste Gruppe an die Tür klopft. Wähle Orte, an denen du exklusiv sein kannst, um den Prozess nicht künstlich abbrechen zu müssen.
3. DIE EIGENE ROLLE BEWUSST WÄHLEN
Welche Rolle nimmst du ein, wenn du den Raum betrittst? Bist du der „Problemlöser“ oder der „Begleiter“?
Bei Restorative Breathing empfehlen wir die Rolle der neutralen, begleitenden Person. Wir glauben fest daran, dass alles, was zur Heilung nötig ist, bereits im Teilnehmer steckt. Deine Aufgabe ist es, den Rahmen zu bieten, in dem diese Selbstheilungskräfte wirken können.
Grenzen ziehen: Deine Rolle definiert auch deine Erreichbarkeit. Bist du nach der Session noch für Gespräche da? Ziehst du klare zeitliche Grenzen?
Authentizität: Sei kein „Wannabe“. Identifiziere dich mit deiner Rolle und kommuniziere sie klar. Das schafft Vertrauen und Klarheit.
4. SICH SELBST IM RAUM WOHLFÜHLEN
Nur wenn du dich als Coach im Raum wohlfühlst, kannst du Sicherheit vermitteln. Das beginnt bei der physischen Umgebung und endet bei der Technik.
Checkliste für dein Wohlbefinden:
Licht und Atmosphäre: Passt die Beleuchtung zum Vibe der Session? (Kerzen, indirektes Licht, Räucherstäbchen).
Technik-Check: Verlasse dich nie auf fremde Boxen oder Mikrofone. Nimm dein eigenes Equipment mit, damit du keine bösen Überraschungen erlebst.
Sanitäre Anlagen: Weißt du, wo die Toiletten sind? Ist der Weg für Teilnehmer in veränderten Bewusstseinszuständen sicher?
Frühzeitige Präsenz: Sei deutlich vor den Teilnehmern im Raum, um „anzukommen“ und die Energie zu setzen.
5. KLARE KOMMUNIKATION IN VIER PHASEN
Der letzte Punkt ist oft der entscheidende Faktor für die Sicherheit im Raum. Klare Kommunikation schafft den „Container“, in dem sich alles entfalten darf.
VOR DER SESSION
Kommuniziere bereits in der Bestätigungs-E-Mail alles Wichtige. Vor Ort solltest du klare Grenzen setzen. Sage den Leuten, was erlaubt ist und was nicht. Teilnehmer schätzen klare Regeln (z.B. „Wir bleiben während der intensiven Phase auf der Matte liegen“), weil sie sich innerhalb dieses Rahmens dann erst richtig frei bewegen können.
WÄHREND DER SESSION
Nutze verbale und nonverbale Kommunikation. Frage vorher ab, ob Berührungen (Touch-Arbeit) okay sind. Wenn jemand in der Session die Orientierung verliert, kann ein gezielter Griff an die Schulter (falls erlaubt) helfen, die Verbindung zu halten.
NACH DER SESSION
Hol die Menschen sanft zurück. Aktives Zuhören ist hier der Schlüssel. Teile deine eigenen Erfahrungen nicht als Ratschlag („Du solltest…“), sondern als Perspektive („Ich habe die Erfahrung gemacht, dass…“). So lässt du dem Teilnehmer den Raum für seinen eigenen Weg.
MIT DIR SELBST
Kommuniziere auch klar mit dir selbst. Wie viel Energie hast du? Wo sind deine Grenzen? Erdest du dich nach der Session ausreichend?
FAZIT
Das Halten von Räumen ist eine Kunst, die man lernen kann. Mit Selbsterfahrung, Vorbereitung, Rollenklarheit, Wohlbefinden und Kommunikation legst du den Grundstein für transformative Erlebnisse.
Dein nächster Schritt: Möchtest du das Ganze einmal live erleben? Wir schenken dir eine Teilnahme an einer unserer Live Atempause Sessions! Schreib uns einfach eine E-Mail an support@restorativebreathing.org mit dem Stichwort „Podcast-Gutschein“ und wir schicken dir deinen Code zu.
